Archive for the ‘Meinung’ Kategorie

08/07/2017 · by admin · Labels, Meinung, mos mosh

Das Athena Basic Jeans Programm von mos mosh leistet schon mal an sich sehr viel: Die 5 Fasern, aus denen die Jeans aus bestehen, bringen Tragekomfort in verschieden Schnitten und farbechte Waschungen zum Ausdruck. Das alles zu einen VP von ca. 119 CHF. Ob Boot Cut, skinny, super skinny, Flare und regular, das Athena Programm bietet eine breite Auswahl.

Zur Saison Sommer 2018 bringt das Dänische Label mos mosh das Basic Jeans Programm heraus mit einer Neuheit: Nachhaltigkeit der einen wichtigen Fasern. Kurz gesagt: Von der Pet Flasche zur Jeansfaser. Wie Sie auf dem Bild erkennen können, wird eine Faser aus den Pet Flaschen wiederverwendet. Die Pet Flaschen werden von Firmen illegal auf den Ozeanen unserer Welt entsorgt. Das ist kein kleines Problem, und es ist kolossal unverantwortlich, dass so etwas passiert. Wie ich in einem Vortrag schon vor Jahren von David de Rothschild gehört hatte verendet Vögel qualvoll, weil sie meinen, dass die im Wasser glitzernden Pet Flaschen Fische sind und fressen.

28/02/2016 · by admin · Meinung, Mode Business

Instead of attempting to answer this question in a general sense we offer a practical example: Within 5 years one of our brands has risen from a very small start up to a company with sales in the range of double digits millions in Europe and with a customer base of more than 1000 retailers (not end consumers). Within 2 years they have double the sales. In Switzerland we have managed this product from its launch with similar success. The product is a jeans and pants collection. There are lots of successful and very well established and very strong brands in this product area (e.g. Cambio, Drykorn, closed, Rossi). In my experience I would say it is pretty likely that customer interviews, business consulting advice and market research would have revealed that there is no good reason to launch a new product in this area. The market is saturated. In particular nobody would be waiting for this collection as it serves no unmet need. Fact is, however, that this product is doing exceptionally well in this market within just 5 years. Also it turns out that it has a lot of growth potential because a coordinated collection is now designed around the core product. A new door opened up for this product.

This example shows how difficult it is to venture on any kind of predictions. The core element of this product is the fit but that is no unique sales proposition by any means in this saturated market. The distribution and sales channel that was chosen for this product was the classical one: no or very little online marketing but classical distribution. That would also not have been an obvious finding in market research.

Mark Struck
sue-vet AG

27/02/2016 · by admin · Meinung, Mode Business

Hier ist ein Beispiel für diese Frage aus der Praxis. Seit 5 Jahren ist eine unserer Marken besonders erfolgreich und hat den Umsatz in Europa in den zweistelligen Millionenbereich gebracht mit mehr als 1000 Kunden (nicht Endverbraucher, sondern Retailern). In zwei Jahren wurde der Umsatz verdoppelt. Wir betreuen das Produkt von Anfang an in der Schweiz und sind auch sehr erfolgreich. Hierbei handelt es sich um eine Hosen- und Jeanskollektion. In diesem Bereich gab es schon so viele erfolgreiche, bekannte und starke Marken (Cambio, Drykorn, closed, Rossi und dann die vielen Jeansmarken). Kundenumfragen am Endkunden oder Retailern sowie Unternehmensberater hätten alle davon abgeraten ein neues Produkt zu lancieren. Jede Marktforschung hätte dies bestätigt. Niemand hat auf diese Kollektion gewartet, denn Hosen und Jeans gab es und gibt es bis zur Marktsättigung. Fakt ist, dass das Produkt sehr am Markt gefällt und sich als ausbaufähig erweist, in dem um das Kernprodukt eine koordinierte Kollektion entwickelt wird. Damit hat sich für diese Marke ein Tür geöffnet.

Dieses Beispiel zeigt wie schwierig die Prognosen sind. Das Kernelement dieses Produktes war die Passform, die besonders vorteilhaft ist. Aber auch das ist kein Alleinstellungsmerkmal. Aufgebaut wird dieses Produkt zudem noch über dem klassischen Vertriebsweg statt alleine über Onlinehandel zu gehen. Auch das widerspricht der modernen Ansicht, dass online marketing unter Umgehung des Retailers in den Vordergrund stellt.

Mark Struck
sue-vet AG

26/01/2011 · by admin · Meinung, Mode Business


Haben Modedesign und Politik etwas miteinandern zu tun oder ist Modedesign sozusagen politisch unschuldig? Allgemein kann ich das nicht beantworten, aber an zwei Beispielen möchte ich etwas zu bedenken geben.

1. Michelle Obama und das rote Alexander McQueen Kleid:
Michelle Obama trug anlässlich des Besuches des Chinesischen Präsidenten ein Kleid aus der Kollektion Alexander McQueen getragen hat, welches von Sarah Burton designt wurde. Obwohl allgemein und vom Fachpublikum zugegeben wird, dass Michelle Obama in diesem Kleid sehr gut ausgesehen hat, gab es auch ziemlich Kritik. Erstaunt hat dabei, dass dieses Thema so gross diskutiert wurde, obwohl gerade andere wichtige Thema anstehen. Aber das zeigt ja immerhin, dass Mode intensiv besprochen wird und das ist ja gut so. Der Grund für die Aufregung ist, dass die amerikanische Modeindustrie enttäuscht ist, dass ausgerechnet Michelle Obama keinen Amerikanischen, sondern eine Europäischen Designer ausgewählt hat. Ganz zu besonders hat sich Diane von Fürstenberg, die den amerikanischen Modeverband CFDA leitet, darüber beschwert. Ist es Privatsache oder wirtschaftliches Interesse was darüber entscheidet, was eine Person in dieser Rolle trägt? Immerhin könnte man ja auch sagen, dass Michelle Obama damit Offenheit signalisiert.

2. Schweizer Modedesign und Designpreise in der Schweiz
Ich hatte eine Praktikantin aus dem Modedesign bei uns in der Modeagentur, die mir sagte wie deplatziert es ist, dass die Schweizer Designpreise im Bereich Mode an Ausländer gehen. Ich kann das nicht beurteilen, da ich nicht auf der Jury sitze. Aber stellen wir uns doch mal den Kontrast vor (wenn es stimmt, was sie sagte): Wir üben uns in Offenheit unter Umständen zu Ungunsten der eignen Modedesigner in der Schweiz und die Amerikaner machen genau das Gegenteil.

Die Frage bleibt bestehen und ist interessant. Haben Modedesign und Politik etwas zu tun oder nicht?

Foto: Huffington Post.

01/05/2010 · by admin · Meinung

Also wenn Sie nicht wissen, was vibram five fingers sind, dann ist es gut so. Vibram five fingers habe ich zum hässlichsten Produkt in der Mode erkoren. So was muss man sich mal anschauen:
 
Und klar, der Marketingmanager wird nur Gutes dazu sagen können, dabei sieht der Schuh schon ungesund aus. Es geht sogar schon so weit, dass dieser Schuh noch besser dargestellt wird als barfuss zu laufen. Da haben wir Millionen Jahre Evolution im menschlichen Fuss drin, und da soll so ein Schuh von vibram besser sein?
Die Fotos wurden aus der Werbung genommen.

30/04/2010 · by admin · Meinung

Ehrlich gesagt verstehe ich manche Dinge in der Mode nicht. Oder besser gesagt: In der Massenmode. Man kann sich darüber streiten, ob Massenmode auch wirklich Mode ist. OK, sind wir mal nicht so streng und sagen: Ja.

Wir sehen alle, dass grosse Modeketten weiter im Vormarsch sind und schon seit langem das Stadtbild und die Landschaft der Mode verwandelt haben. Wie lange hält der Trend an? Wieviel Massenmode vertäkt der Markt und welche Rolle spielen Boutique und Fachhandel dabei?

Massenmode ist Esprit, Abercrombie & Fitch, Zara, Mango und H&M. Das mal voraus. Das sind grosse Unternehmen, die nach Management Regeln geührt werden und grosse Wachstumziele für ihre Investoren verfolgen.

Der Deutsche Young Fashion Filialist New Yorker plant für dieses Jahr 100 neue Stores, hat schon 730 Filialen in 27 Ländern. Das Geheimrezept ist scheinbar, dass sich der New Yorker schnell auf Trends einstellt und die Sprache der Jungen Kunden versteht. Das ist ja nichts neues an sich, aber vielleicht setzen sie das gut um. Keine Ahnung.

H&M möchte 15% mehr Stores im 2010 haben. New Yorker und H&M betreiben eine aktive Marketingpolitik, die Stars und Stardesigner integriert. Esprit hat weltweit 14000 Stores und 800 eigne Retail Stores. Das ist eine Menge an Stores. Wie kann da noch mehr Wachstum möglich sein? Zum Teil verkaufen diese Ketten Mode zu Preisen, die bei uns in der Modeagentur die Einkaufspreise sind. H&M kommt desweiteren noch mit neuen Filialkonzepten wie Weekday und Monki auf den Markt. Scheinbar ist alles möglich. Wachstum ohne Grenzen oder ist es eine Umverteilung?

Ich kaufe dort nicht ein. Die Mode, die ich kaufe, die trage bzw. habe ich lange bei mir, und ich will Nachhaltigeit. Ich habe z.B. noch heute einen Gucci Seidenpullover, der mal 800 GBP kostete, und ich bekomme noch heute Komplimente dafür.

Ich halte an den Dingen fest, mich reut es, Dinge zu kaufen und dann wegzuschmeissen. Sind denn die jungen Menschen alle anders? Als ich einer jungen Kollegin diese Frage stellte wurde es mir klar: Sie will auch gerne diese Mode, die wir in der Modeagentur verkaufen, aber es ist zu teuer. Es ist also nicht so, dass alle jungen Menschen nur das billige und schnelle wollen., Sie wollen einfach an der Mode teilhaben mit einem Budget, das sie haben. Die Rolle der Boutique, des Fachhandels und die Modeagentur ist es, dieses Verständnis zu pflegen und sich bei der Auswahl der Mode, die sie einkaufen so zu orientieren, dass es Teile und Kollektoinen sind, die nicht durch gleich gute Produkte der Massenmode auch schon abgedeckt ist.