
Ich möchte nicht falsch verstanden werden, darum möchte ich klarstellen, dass ich eigentlich anfangs gar keinen Grund gesehen habe, warum es Starbucks braucht. Howard Schwarz, der Starbucks als CEO leitet und es zu dem gemacht hat was es ist, hat sich ursprünglich von den Italienischen Baristas und den unabhängigen kleine Coffeshops beeindrucken lassen, diese Idee aufgegriffen und abgewandelt auf grossen Massstab aufgebaut. Als sie zu gross wurden und zu schnell wuchsen, gab es Widerstand, Umsatzverlust und Verlust des Images. Howard Schulz und sein Team haben den Turnaround aber geschafft und Starbucks wieder attraktiv gemacht. Aus dieser ganzen Geschichte können wir folgende 5 Punkte lernen und vielleicht in anderen Gebieten wie Mode, Modeboutiquen und Modedesign anwenden:
1. Kundenservice ist alles: Erweitern Sie Ihre Auswahl und gewinnen Sie dadurch mehr Kundenzufriedenheit und Kundenfreude. Das ist keine einfache Aufgabe und bracht gute Überlegung, denn die Hersteller der Modelabel verlangen oft ein Orderminimum.
2. Verbessern und erneuern Sie fortlaufend. Kunden sind bereit einen hohen Premiumpreis für eine gute Atmosphäre, gute Umgebung, gute und ansprechende Einrichtung und eine Menge Extras wie z.B. gratis Internet zu zahlen.
3. Hören Sie auf Ihre Kunden, Kundenkommentare und Kritik. Daraus entwickeln Sie für Ihr Geschäft neue Ideen, Produkte und Dienstleitungen.
4. Haben Sie keine Angst davor ein Kehrwende zu machen, wenn etwas nicht gut geht und nicht mehr mit den Grundwerten Ihres Geschäftes zu tun hat.
5. Tuen Sie Gutes: Was Wertigkeit, Haltbarkeit und Qualität der Mode, Umweltschutz, Arbeitsbedingung der Modeproduzenten, lokale Produktion und Verarbeitung der Mode, Tradition anbelangt, so unterstützen Sie diese. Das muss nicht heissen, dass Ihr ganzes Sortiment so ausgerichtet sein muss, aber hier und dort kann sinnvoll und glaubwürdig dieser Weg beschritten werden. Das gibt Ihnen gegenüber den Kunden auch brauchbaren Gesprächsstoff.
Was Sie von diesen Punkten für Ihr Modegeschäft, Modeboutique oder Modedesign übernehmen können, ist Ihnen überlassen. Diese Punkte können Ihnen vielleicht ein paar Anregungen geben. Versuchen wir ein Beispiel: Die Modeboutique zeichnet sich aus durch eine Vorreiterrolle an Lifestyle und Trends. Dort findet man eine gute Auswahl, die tragbar und besonders ist. Jedes Mal, wenn ich in dieser Modeboutique kaufe, erhalte und erlebe ich mehr als nur diesen Kauf. Es bleibt etwas zurück, was mir ein gutes Gefühl gibt. Ausserdem unterstützt diese Modeboutique gute Labels mit Tradition, lokaler Produktion, und ich weiss, wenn ich dort was kaufe, dann habe ich und tue ich etwas Gutes. Das was ich mehr zahle als bei den anderen Läden, das ist es mir Wert. Wie ich in einem anderen Blog Post beschrieben habe sind die Kunden heutzutage besser informiert, besser verbunden durch social media, wobei das sehr vom Zielpublikum abhängt. Selbst grosse Markennamen können es sich nicht mehr leisten, dass eine Kette im Glied ihres Produktes nicht den Erwartungen der Kunden entspricht. Vielleicht stellen Sie ja in Ihrem Geschäft bereits Änderungen, auf die Sie durch solche Überlegungen angehen können.