Ein Artikel aus der New York Times vom 7. März 2013 Seite B6 zeigt die verschiedenen Wege auf, die man zum Aufbau seines Modelabels gehen kann.
Online-Web-Shops: Direkt an den Verbraucher zu verkaufen erscheint vielen als der beste und schnellste Weg. Als die Firma Pop Outerwear im Jahr 2009 damit angefangen hatten, konnten sie auf andere erfolgreiche Starts anderen Labels wie Bonobos und Lulemon verweisen. Drei Hare nach ihrem Start mussten sie allerdings feststellen, dass der Erfolg anderen nicht auf sie übertragbar war. Sie waren mit dem direkten Verkauf an den Kunde über das Internet enttäuscht. Eine Schwierigkeit ist es, den Namen des unbekannten Labels bekannte zu machen im Internet. Wie findet der Kunde das unbekannte Label? Wie erzielt man die Kundentreue und emotionale Bindung zu einem Label, das keiner kennt, sondern nur im Internet anschauen kann? Sie haben sich dann dem klassischen Vertriebsweg zugewandt nämlich Boutiquen und grosse Warenhäuser.
Klassischer Vertriebsweg: Der klassische Vertriebsweg geht über die bekannten Kauf- und Modehäuser und Boutiquen. Hier kann man direkt und schnell eine grosse Reichweite erzielen, die den Bekanntheitsgrad des eignen Modelabel erhöhen kann. Aber nicht alle haben damit Glück oder sind damit zufrieden. Zum einen bleibt vom Gewinn nicht viel übrig, da in den USA die grossen Ketten überrissene Anforderungen haben (Preismarkup, Rückgaberecht, Werbebeteiligung). Brian Guttman, Gründer des Labels „Jeremy Argyle“, störte auch, dass sein Label ständig umgeben war von „Sale“ Zeichen, was ein Label schnell als billig erscheinen kann. Auch war das Personal nicht auf sein Produkt geschult. Daher hat er auf diesen Vertriebsweg verzichtet und hat eigne Boutiquen und einen Webstore.
In einem andern Fall hatte die Gründerin Christian Di Pierro mit ihren Label „Adea“ recht gute Umsätze, von denen aber nicht viel übrigblieb. Jetzt nach der Umstellung auf nur wenige Boutiquen und einen eignen Webshop hat sie weniger Umsatz, aber mehr Gewinn. Beim Vertrieb über Modehäuser und Boutiquen kann eine Modeagentur helfen und auch Schulung vor Ort durchführen. Bei einem Markt wie in den USA ist das wegen der Grösse nicht einfach.
Fazit des Artikels ist, dass es keinen einfachen goldenen Weg gibt, sondern ein Mix, den man nur durch Marktbefragung und Probieren finden kann. Wer kann schon sagen, ob sein online Shop ein Erfolg wird oder die Boutique genug Frequenz bekommt?







